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Medizinischer Dienst Bund | Pressemitteilung | Berlin/Essen |

Pflegereform jetzt umsetzen: Prävention von Pflegebedürftigkeit muss bei den Versicherten ankommen

Mehr als 6 Millionen Menschen beziehen Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung. Die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen, die Leistungen der sozialen Pflegeversicherung erhalten, hat sich seit 2015 mehr als verdoppelt. Der starke Anstieg der Pflegebedürftigkeit stellt eine große Herausforderung dar, die es mit der Pflegereform zu lösen gilt.

Zentrales Ziel sollte die wirksame Prävention von Pflegebedürftigkeit und die nachhaltige Stabilisierung des Gesamtsystems sein.

„Bei allen nachvollziehbaren Diskussionen um die Anhebung der Schwellenwerte, darf die wichtige und immer noch richtige Intention der Pflegereform 2017 nicht aus dem Blick geraten: Wir müssen alles tun, um die Versicherten dabei zu unterstützen, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder ihrer Verschlechterung aktiv entgegenzuwirken“, sagt Carola Engler, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Medizinischen Dienstes Bund. „Der Medizinische Dienst ist als erster bei den pflegebedürftigen Menschen vor Ort. In der Begutachtungssituation können die Gutachterinnen und Gutachter mit ihrer pflegefachlichen Kompetenz wichtige Impulse zur Prävention, zur Verbesserung der Pflegesituation und zur Entlastung der An- und Zugehörigen geben. Unser Ziel ist es, die Pflegebegutachtung zur bedarfsorientierten und präventiven Impulsberatung weiterzuentwickeln.“

Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, betont: „Der Zugang zur Pflege funktioniert und das ist eine gute Nachricht. Dazu tragen im Wesentlichen auch mehr und bessere Informationen sowie der Abbau von Vorurteilen gegenüber pflegebedürftigen Menschen bei. Aber der starke Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen stellt die Pflegeversicherung vor finanzielle und strukturelle Herausforderungen. Die müssen wir nun endlich angehen und dabei darauf achten, dass in dem solidarischen System auch zukünftig diejenigen Hilfe bekommen, die wirklich darauf angewiesen sind. Zugleich müssen wir die Finanzierbarkeit des Systems endlich zukunftsfest aufstellen.

Zur vollständigen Pressemitteilung auf md-bund.de

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